Seiten

Mittwoch, 26. Februar 2014

Prüfungs-"Abmeldung" mal anders

Ist ja nun keine neue Idee: "Oh nein, ich glaub ich schaff die Klausur doch nicht, ich muss mir unbedingt ein Attest vom Arzt besorgen, damit ich nicht teilnehmen muss." Kann ja mal vorkommen. Irgendwie ist es manchmal auch wirklich schwierig, alles in diesem Studium so auf die Reihe zu bekommen, dass es passt. Und wenn man sich im HIS zuletzt eine Woche vor Prüfungsbeginn abmelden kann ist das... Moment... Eine Woche vor der Prüfung sollte man das schon wirklich gut abschätzen können, liebe Leute!

Gestern erreichte mich (und alle anderen Studierenden des Fachbereichs Bauingenieurwesen) eine Mail von unserer Großflächenadministratorin:

Liebe Studierende,
wir haben für den vergangenen Prüfungszeitraum 20132_02 insgesamt 184 Atteste erhalten!! Im Sinne einer zügigen Bearbeitung unsererseits bitten wir Sie von Anfragen per Mail und/oder Telefon über den Bearbeitungsstatus Ihres einzelnen Attestes abzusehen.

Vielen Dank!

-- 
Mit freundlichen Grüßen

KK


Bitte prüfen Sie, ob diese E-Mail wirklich ausgedruckt werden muss!


---------------------------------------------------------------------------

KK
Praktikumsreferentin

h_da
Hochschule Darmstadt
University of Applied Sciences

Fachbereich Bauingenieurwesen -
Department of Civil Engineering

Haardtring 100
64295 Darmstadt

Telefon: 06151/ 168134
Telefax: 06151/ 168970

E-Mail: K.K@h-da.de
URL:    www.planen-bauen-betreiben.de
        www.h-da.de

Dienstag, 25. Februar 2014

Umweltzone

Ich habe keine Ahnung, wer sich das überlegt hat...

Darmstadt bezeichnet sich als "Stadt im Grünen", wobei ich das noch nie verstanden habe, weil neben gelegentlich ein paar Bäumen oder einem optisch an eine afrikanische Steppe angelehnten Park das gesamte Stadtbild eigentlich nur grau und betoniert ist - nein, halt, in den Milliarden Schlaglöchern sieht man frisches Erdreich, man muss dazu nur einmal ohne Auszuweichen durch die Stadt fahren, schon versackt der Wagen in mindestens einem Meter Tiefe.

Wie auch immer, die "Stadt im Grünen" - die es, wie erwähnt, so nicht gibt - hat sich nun überlegt, dass man eine Umweltzone einrichtet. Also ich weiß nicht, wie lang die sich das schon überlegt haben, ich habs zumindest erst kürzlich erfahren.

Erst werden sämtliche Parkplätze an der TUD kostenpflichtig und hauptsächlich nur noch für Angestellte nutzbar gemacht, nun kommt auch noch das Aus für Studenten mit einem nicht-zum-Abitur-geschenkten Auto - also für alle die, die selbst für ihr Leben verantwortlich sind.

Ich bin ja schon immer der Meinung gewesen, dass der typische Student die öffentlichen Verkerhrsmittel nutzen soll, schließlich bekommt er die Fahrkarte im Semesterpaket für mittlerweile 256 €uro (als ich anfing waren es 194...) mitgeliefert. Aber es gibt eben auch wirklich diejenigen, die darauf angewiesen sind.

Ich will gerne darauf verzichten hier nun großartig zu argumentieren, warum die Welt mich nun so gemein behandelt oder Sonstiges. Ich weiß zwar nicht, wie es dann ab Herbst laufen soll das Töchterchen zur Tagesmutter zu bringen und noch rechtzeitig Vorlesungen wahrzunehmen bzw. wer die täglich 3 Stunden mehr Tagesmutter bezahlen soll, die erforderlich sind, wenn man das alles mit dem ÖPNV erledigen muss, aber das ist ja nicht das Problem der Politik.

Nein, ich will hier einfach nur kotzen, dass in den vergangenen 2,5 Jahren jährlich mindestens 3.000 € in den blöden Octavia geflossen sind (die wir an und für sich überhaupt nicht übrig hatten), ich seit letztem Jahr deswegen auch noch bei meinem Bruder in der Kreide stehe, und ich jetzt gehofft hatte, nachdem das Problem mit der Lichtmaschine erst vor wenigen Wochen mit weiteren hunderten €uro abgearbeitet wurde, bis zum nächsten TÜV Ruhe zu haben - aber das bringt mir gar nichts, weil ich vermutlich ab Herbst mit der Karre gar nicht mehr in die Stadt fahren darf.

Und das soll gerecht sein?

Ein Herr von der IHK sagt, man mache so den Standort Darmstadt für noch mehr Unternehmer unattraktiv. Dann bombt das Dorf doch endlich weg, bitte.

Okay, okay, ganz ruhig. Erstmal abwarten. Es gibt ja immer Kern- und Randgebiete, der Octavia ist immerhin "nur" gelb und in der Kernstadt parken will sowieso keiner von uns... Wenn ich allerdings, um zur Hochschule zu gelangen oder beispielsweise zum Baumarkt auf der anderen Seite der Stadt, die Ortsumgehung fahren muss und mir das 10 km mehr Fahrweg einbringt könnte man sich doch wirklich fragen, woran die Umwelt da gewinnen will...

Liebe Darmstädter Stadtplaner, vielleicht solltet ihr einfach mal darüber nachdenken, eure Ampeln aufeinander abzustimmen. Ein wenig "grüne Welle" bei 45 km/h und ich bin sicher, viele eurer Probleme wären gelöst. Wenn man allerdings nach Kranichstein muss, ist euch mal aufgefallen, dass man an jeder einzelnen Ampel halten muss?! Ich wäre an dem einen Morgen, an dem ich so dumm war, nicht nur 20 Minuten eher im Büro gewesen, wenn nicht wirklich jede der alle 120 m auftauchenden Ampeln rot gewesen wäre, nein, ich hätte auch 8 Liter Diesel weniger verheizt, weil ich nicht dauernd wieder anfahren hätte müssen.

Wusstet ihr, dass sich das auch auf Umweltbelastung durch CO und dB auswirkt?!

Denkt mal drüber nach.

Montag, 10. Februar 2014

Angekommen?

In der heutigen Zeit ist ja kein Arbeitsplatz mehr fürs Leben, sei es aufgrund ständiger Auftragsfluktuationen, Unstimmigkeiten mit den Vorgesetzten, Mobbing oder dem eigenen Entfaltungswunsch.

Aber mal schlicht davon gesprochen, dass ich ja eines nicht mehr unabsehbar fernen Tages den Berufseinstieg wagen werde kann man mal darüber nachdenken, ob nicht das Büro hier dazu geeignet wäre.

Zugegeben, ich habe die Fahrzeiten unterschätzt. Naja, weniger die Fahrzeiten, mit denen komme ich gut zurecht. Es ist mehr der Schlaf dabei. Ich schaffe es nicht, zu angemessenen Zeiten ins Bett zu gehen und benötige am Morgen im Minimum eine Stunde Zeit zum rumsitzen, Kaffee trinken und so langsam in meinen Rhythmus zu finden, bevor ich daran denken kann, duschen zu gehen, den Rucksack zu packen und mich auf den Weg zu begeben. Für derzeit heißt das ich stehe gegen 4:13 Uhr auf, verlasse gegen 5:55 Uhr das Haus, beginne mit der Arbeit um 8:05 Uhr, nachdem mein Rechner 15 Minuten gebraucht hat um gebrauchstauglich zu booten und bin dann gegen 18:00 Uhr zuhause (wenn alles mit der Verbindung glatt geht).

Tochter im Bett: 20 - 21 Uhr.
Haushalt und Organisation: 21 - 22 Uhr.
"Freizeit" und Entspannen: tja, vor 12 lieg ich selten im Bett. Von Dauer sollte das nicht sein!

Für eine regelmäßige Beschäftigung hier sollte ich mir also irgendwas bzgl. der An- und Abreise einfallen lassen. Mit dem Fahrrad ins nächste Dorf um eine bessere Verbindung zu haben, das brächte mir vermutlich eine halbe Stunde mehr morgens, nachmittags allerdings kaum einen Gewinn. Und für die Wintermonate ist es ungeeignet.

Die gesamte Strecke mit dem Fahrrad ist sicherlich machbar, aber realistisch gesprochen bringt das zeitlich 0 Gewinn und ich müsste hier duschen gehen (was möglich ist). Nicht aber nur das, ich könnte meinen Kleiderschrank hierher auslagern.

Auto... Auto? Zwei Autos? Hm... ich fänd ja ein einziges funktionierendes schon erstrebenswert genug.

Ansonsten: hier gibt es Kaffee, hier gibt es Getränke und etwas, das aussieht wie eine Heizung, auch wenn es nicht richtig heizt, ich komme mit meinen Kollegen auf dieser Etage sehr gut zurecht und die zwei Ausnahmefälle in der oberen Etage sind verschmerzbar und sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Die anfallende Arbeit ist in Ordnung. Für Spaß ist auch immer mal wieder gesorgt. Flexible Arbeitszeiten sind auch drin. Heute morgen erst sagte Michael auf einen Scherz meinerseits hin, dass ich auch gern weiterhin kommen dürfe, wenns nach ihm ginge (und Michael würde sowas nicht leichtfertig daher reden). Man scheint auch mit mir zufrieden zu sein, denn letzte Woche bekam ich neben einem eigenen Account für den Rechner auch mitgeteilt, dass man mein derzeitiges Entgelt vom Kulanztaschengeld für einen Praktikanten auf den Tarif einer normalen studentischen Hilfskraft anheben werde, da ich selbstständig und zufriedenstellend arbeite und man hier auch schon deutlich andere Kaliber als Praktikant gehabt habe und man zu schätzen wisse, was ich leiste.

Soviel Schultergeklopfe...

Oh, erwähnte ich den Spitznamen? Der Spitzname... "Eukalyptusbär". Ihr dürft mal raten, woher der kommt.

Freitag, 7. Februar 2014

F*** the EU!

Also mal ehrlich, wen wundert das?


In diesem Artikel heißt es, dass es sich um einen Ausschnitt aus einem vertraulichen Telefongespräch zwischen Nuland und dem Botschafter in der Ukraine Pyatt handele und die USA das nun als "neuen Tiefstand der russischen Spionagetechnik" bezeichnen.

...

Im ersten Moment musste ich stutzen, als ich das las. Im zweiten musste ich lachen. Im dritten fielen mir 80 verschiedene Gegeargumente ein, was denn nun wirklich ein spionagetechnischer Tiefstand sei. Bezüglich der NSA-Spionageaffäre ist da wohl die Messlatte sehr hoch gesetzt.

Ist der Amerikaner vielleicht einfach nur angepisst, weil der Russe was kann? Und zwar nicht nur irgendwas, sondern die eigenen, viel zu überheblich eingeschätzten Sicherheiten knacken?

Armer Amerikaner... Die Ukraine macht es jetzt bestimmt wie ihr: "oh sorry, das wollten wir ja gar nicht. Und wir machen es auch bestimmt niiiiiieee wieder. Ihr seid doch unsere Freunde."

Montag, 3. Februar 2014

Mülltrennung: Wer will, der darf!

Ich war ja schon immer ein Freund von Mülltrennung. Vielleicht ist es auf eine gewisse Art zwangsneurotisch veranlagt bei mir, da man sich dabei so schön im kleinsten Detail verlieren kann, eine Brötchentüte beispielsweise ihrer Plastikfolie berauben und den Rest in den Papiermüll stopfen, oder früher das hauchzarte Papier auf der Innenseite des Silberpapierchens der Schokoladenriegel abpuhlen...

Aber sei es wie es ist: ich hörte mal davon wie sich irgendjemand großspurig über Mülltrennung aufregte, dass das ja sowieso nur geschaffen sei um uns zu erziehen und sogar eins auszuwischen, denn manche Säcke und Tonnen würden wegen unsachgemäßer Trennung gar nicht erst mitgenommen, aber hinterher werde doch sowieso alles zusammen gekippt.

Innerlich empörte mich diese Aussage zutiefst. Ich konnte es nicht glauben, wie jemand so engstirnig denken kann.

Doch als ich vor einigen Wochen in Neu Isenburg aus meinem Bürofenster sah und die Abfallbeseitiger gerade auf der andere Straßenseite mit einem Stapel Mülltonnen beschäftigt waren, tja, da wurde ich doch tatsächlich eines besseren belehrt. Vor meinen Augen wurden gleichzeitig die schwarze Restmüll- und die grüne Biotonne eingespannt und in die Trommel entleert.

...wozu dann der Aufriss?!

Aus welchem Grund soll ich feinsäuberlich das Grünfutter von den zugesch***enen Windeln meiner Tochter trennen, wenn im Endeffekt doch sowieso alles in die thermische Verwertung geht?

Und was hat Mutter Natur hier für einen Nutzen? Es wird sich ja sowieso beklagt, dass auch die vorhandene Mülltrennung sinnfrei bei den Wertstoffen ist ("der Gelbe Sack", für den Süddeutschen), weil Plastik und Metalle und Bleche hier vermischt seien, dreckig und wasweißich.

Darum mein Vorschlag: bei den ganzen Ökos in diesem Land kann man doch sicherlichein teil-freiwilliges System einführen, das jetzige Entsorgungssystem noch etwas erweitern. Das Prinzip stelle ich mir so vor, dass der gewillte Teilnehmer eine zusätzliche Tonne bzw. aus mehreren Tonnen kombinierte Abfallvorrichtung bekommt, in der er die Mülltrennung noch deutlicher vollziehen kann (also hauptsächlich in Sachen Wertstoffe, eine weitere Trennung nach z.B. Dosen, reines Plastik, Hartkunststoffe, Tüten, Verbundkunststoffe, Einwegflaschen) und bei denen dann eine weitere Selektion und die Zuführung zum Recyclingprozess billiger und somit attraktiver für die Produktionsbetriebe werden

Das Prinzip lautet: wer will, der darf!

Wer den Müll trennen will, der darf das tun. Also wer sich die Mühe machen will, der darf das gern tun, bekommt dadurch vielleicht nicht unbedingt preisliche Vorteile bei der Abfallbeseitigung, aber kann sich wenigstens darauf verlassen, dass er seinen täglichen Teil am Umweltschutz wirklich geleistet hat (wenn er auch ansonsten schon zu faul dazu ist, wie ich zum Beispiel...).  Alle anderen zwingt man zu nichts und sie machen weiter wie bisher.